Vibratoren
Apr 13, 2015 // AUS-DER-PRAXIS

Spaßfabrik mit effizienter Warenwirtschaft

Der Hersteller FUN FACTORY vertreibt weltweit hochwertiges Erotikspielzeug „Made in Germany“. Der Erfolg des Bremer Unternehmens beruht auf innovativen und geschickt vermarkteten Produkten, aber auch auf gut organisierten betrieblichen Prozessen. Im Bereich der Warenwirtschaft setzen die Hansestädter auf Software des ERP-Spezialisten HS.

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Sex sells: Das Geschäft mit Erotikspielzeug floriert. Zahl­lose Anbieter überschwemmen den Markt mit „Love­ toys“, die meistens günstig in Asien produziert wurden. FUN FACTORY geht einen anderen Weg. Das Unternehmen setzt bei der Herstellung seiner Produkte auf hochwertige Roh­stoffe und die eigene Fertigung am Firmensitz in Bremen. Heraus kommen dabei „Toys“, die sich optisch und haptisch von herkömmlichen Dildos und Vibratoren unterscheiden und für ihr Design bereits mehrfach ausgezeichnet worden sind.

„Als wir 1996 FUN FACTORY gründeten, gab es kein ästhetisch ansprechendes Erotikspielzeug. Wir stießen in­ sofern in eine Marktlücke“, erinnert sich Geschäftsführer Dirk Bauer. Das Konzept ist aufgegangen. Heute zählt das Bremer Unternehmen in seinem Segment zu den größten Produzenten innerhalb Europas. Doch die preisaggressive Konkurrenz aus Fernost schläft nicht. Um sich dagegen zu behaupten, investiert der Hersteller zum einen in die Moder­nisierung seiner Fertigungsanlagen, zum anderen sucht er laufend nach Wertschöpfungspotenzialen.

Systemwechsel wegen Performanceproblemen

Im kaufmännischen Bereich etwa ist überforderte Soft­ware eine der häufigsten Effizienzbremsen. Dies war auch bei FUN FACTORY der Fall. Steigenden Anforderungen an die IT standen in den vergangenen Jahren immer häufiger Performanceprobleme der Programme für Finanzbuchhal­tung und Faktura gegenüber. „Das behinderte den Work­flow spürbar. Vor allem in der Warenwirtschaft gab es Luft nach oben“, berichtet Ronald Broer, Head of Finance, IT and Purchase. Im Frühjahr 2013 stieg FUN FACTORY des­halb auf die Fibusoftware und die Auftragsbearbeitung von DATEV um. Bei der letztgenannten Software handelt es sich um eine vom Hersteller HS entwickelte und unterstützte Warenwirtschaftslösung für DATEV­-Anwender. Bis vor Kurzem vermarktete der Nürnberger IT-­Dienstleister das Programm als eigenes Produkt, mittlerweile ist es unter dem Namen „HS Auftragsbearbeitung für DATEV“ direkt bei HS erhältlich.

Ronald Broer
"Die Auftragsbearbeitung von HS gibt uns Entscheidungs- und Planungssicherheit im warenwirtschaftlichen Bereich."
Ronald Broer

FUN FACTORY GmbH

Prozesseffizienz und Transparenz gesteigert

Mit der aktuellen Warenwirtschaftssoftware laufen die Prozesse bei FUN FACTORY wieder rund. „Das System ist stabiler als sein Vorgänger, und allein das bedeutet für uns schon Zeitgewinn“, sagt Frank Westermann, Purchase/IT. Insgesamt nutzen derzeit rund 30 Mitarbeiter die Anwen­dung. Das Einsatzspektrum umfasst unter anderem das Be­stellwesen, die Verwaltung der externen Lagerorte, die Preis­kalkulation, die Faktura in verschiedenen Währungen und die Intrastat­-Meldungen. Um die Effizienz der Prozesse nachhaltig zu steigern, haben die Bremer die HS Auftragsbearbeitung tief in ihre IT­-Systemlandschaft integriert. Dabei kommt ihnen gelegen, dass die Lösung von Haus aus auf das Zusammenspiel mit der DATEV­-Fibu abgestimmt ist. „Die Übergabe der Verkaufs­ und Einkaufsbelege an die Finanzbuchhaltung funktioniert einwandfrei“, so IT­-Administrator Westermann.

Darüber hinaus importiert die Auftragsbearbeitung die Bestelldaten aus der Onlineshop­-Software „Magento“ und übernimmt die Umsätze, einschließlich Stammdatenaktualisierung, aus den beiden stationären Stores, die FUN FACTORY in Bremen und Berlin betreibt. Ebenfalls im Einsatz sind eine Software zur mobilen Datenerfassung (MDE) und eine Inventurlö­sung, beides Produkte des HS Geschäftspartners LACOS Computerservice. Neben der Prozessunterstützung durch die HS Auftrags­bearbeitung sind den Benutzern die Auswertungsmöglich­keiten der Lösung wichtig. „Wir fragen regelmäßig den Bestand nach Lager und nach Warengruppen sowie die Be­stellungen nach Lieferdaten und die Umsätze nach Land bzw. Kunden ab“, sagt Ronald Broer. Dies gebe Entscheidungs-­ und Planungssicherheit im warenwirtschaftlichen Bereich.

In Pilotphase: PPS-Lösung

Handlungsbedarf sieht die kaufmännische Führungsebene dagegen in Bezug auf die Produktionsplanung und ­ steue­rung (PPS) des Unternehmens. „Unsere Excel­-basierte wöchentliche Planung entspricht nicht mehr den Anforde­rungen“, stellt Ronald Broer fest. „Wir benötigen eine Lösung, mit der wir unsere Produktion effektiver über­wachen können.“ Seit einiger Zeit testet FUN FACTORY daher im Rahmen eines Pilotprojekts das von HS und dessen Vertriebspartner ALBOS Computer gemeinsam angebotene Zusatzprogramm „Produktion“ zur Auftragsbearbeitung. Die Installation und Konfiguration habe mit Unterstützung eines weiteren Geschäftspartners des Hamburger Herstellers gut geklappt, berichtet IT-­Administrator Westermann. Es seien allerdings noch diverse funktionelle Anpassungen und Erweiterungen erforderlich, ergänzt Ronald Broer und gibt sich zuversichtlich: „Angesichts der guten Erfahrungen mit der Betreuung im laufenden PPS­Projekt wie auch mit dem sonstigen Support unserer Warenwirtschaftssoftware durch HS gehen wir davon aus, dass unsere Anforderungen nach und nach umgesetzt werden können.“

Kompletter Anwenderbericht

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.funfactory.com

Bildnachweis:FUN FACTORY GmbH