Frau und Menschen im Hintergrund
Nov 26, 2014 // NACHRICHTEN

Personalplanung: Viele Firmen agieren kurzsichtig

Jeder zweite Arbeitgeber in Deutschland klagt über den Fachkräftemangel, aber nur etwa jeder siebte plant seine Personalentwicklung länger als drei Jahre im Voraus. Das hat eine repräsentative Studie des Bundesarbeitsministeriums und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben.

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Von den 1219 befragten Personalverantwortlichen erwarteten 60 Prozent in den kommenden zwei Jahren einen Fachkräfteengpass in ihrem Betrieb. Insgesamt fast zwei Drittel der Firmen betreiben nach eigenen Angaben daher zwar eine vorausschauende Personalplanung, doch auch für diese Unternehmen gilt mehrheitlich (78 Prozent): Geplant wird für höchstens drei Jahre. Zur Rekrutierung von Fachkräften setzen 27 Prozent der Firmen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn. Jeder zehnte Betrieb sucht auch im Ausland nach Fachkräften. Um ihre Mitarbeiter nicht an die Konkurrenz zu verlieren, führen zwei Drittel aller befragten Arbeitgeber unter anderem Mitarbeitergespräche. Dies kommt bei den Beschäftigten offenbar gut an, wie eine in die Studie integrierte Befragung von 7.508 Arbeitnehmern ergab. In den Firmen, in denen Mitarbeitergespräche geführt werden, zeigten sich die Angestellten engagierter und zufriedener und der Firma stärker verbunden.

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