Strategie 2021 von HS - Hamburger Software
May 9, 2019 // NACHRICHTEN

Strategie 2021: HS - Hamburger Software steckt Kurs für die nächsten drei Jahre ab

Im August 2019 wird HS - Hamburger Software den 40. Geburtstag feiern. In der HS Strategie 2021 hat das Unternehmen nun festgelegt, wie es die erfolgreiche Firmengeschichte fortsetzen will. Im Gespräch mit der Kundenzeitschrift hs magazin haben die Geschäftsführer Markus Fröhlich und Ulrich Brehmer erläutert, welche Schwerpunkte der Softwarehersteller in den kommenden drei Jahren setzen wird.

Warum hat HS sich eine neue Strategie gegeben?

Markus Fröhlich: Wer im dynamischen IT-Markt bestehen will, muss seine Firmenstrategie regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Bereits 2015 hatten wir in einer Vision und einem Leitbild skizziert, wo wir HS in Zukunft sehen. Zwischen diesem Ziel und den operativen Schritten dorthin klaffte allerdings eine Lücke. Die HS Strategie 2021 schließt diese Lücke, denn sie ermöglicht uns, die vielen Einzelmaßnahmen in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Ulrich Brehmer: HS ist seit 40 Jahren erfolgreich am ERP-Markt tätig – insofern war der bisherige Kurs keineswegs falsch. Aber wir müssen auf die für uns und unsere Kunden immer schnelleren Veränderungen der Rahmenbedingungen reagieren. Hier hilft uns die HS Strategie 2021, weil wir damit Prioritäten setzen, flexibel agieren und ein breiteres Produktportfolio anbieten können.

Wie ist die neue HS Strategie 2021 entstanden?

Markus Fröhlich: Der Startschuss fiel Ende November 2018. In einem Workshop mit etwa 40 Kollegen diskutierten wir Themenfelder, Schwerpunkte und Maßnahmen. Dabei haben wir festgelegt, woran wir arbeiten müssen, damit HS auch in Zukunft erfolgreich ist. Das Workshop-Ergebnis diente anschließend als Grundlage für alle weiteren Diskussionsschritte. Im Februar 2019 haben wir die finale Fassung der Strategie 2021 dann allen Mitarbeitern von HS in großer Runde vorgestellt.

Ulrich Brehmer: Das Engagement unserer Mitarbeiter im gesamten Prozess war klasse. Durch die breite Mitwirkung sind tolle Ideen entstanden, zudem sind nun alle über den neuen Kurs von HS im Bilde.

HS wird auch künftig Standardsoftware und Standarddienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen anbieten.

Wohin führt der neue Kurs denn? Was ändert sich?

Markus Fröhlich: Zunächst einmal will ich betonen, was bleibt: HS wird auch in Zukunft durchdachte, praxisgerechte Standardsoftware und Standarddienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen zur Bearbeitung ihrer betriebswirtschaftlichen Aufgaben anbieten. Daran wird sich nichts ändern. Unser Selbstverständnis als Softwarehersteller wird sich jedoch verändern – ebenso wie die Wege, die wir bei der Lösungsfindung künftig einschlagen werden.

Was bedeutet das konkret?

Ulrich Brehmer: Die Geschäftswelt wird immer komplexer und dynamischer. Die Anforderungen steigen kontinuierlich und ändern sich schnell. Also brauchen wir eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen, um die vielfältigen Bedürfnisse unserer Kunden abzudecken. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir das auf Dauer nicht allein leisten können. Deshalb setzen wir verstärkt auf Partner: im Vertrieb ebenso wie bei der Softwareentwicklung und den Dienstleistungen. Wir nennen dieses Zusammenspiel mit Partnern und Kunden das HS Ecosystem.

Markus Fröhlich: In diesem Ecosystem spielen unsere Kunden und Interessenten eine zentrale Rolle. Alles, was wir und unsere Partner tun, muss Kundennutzen bringen. Daher wollen wir noch besser verstehen, was unsere Kunden benötigen und wie sie mit unserer Software arbeiten. Das fließt dann unmittelbar in die Produktentwicklung ein. Zudem öffnen wir uns in technologischer Hinsicht für Partnerlösungen. Hierzu werden wir für alle unsere Leitanwendungen eine Anwendungsschnittstelle, eine REST API, anbieten. Damit wird es möglich sein, die Software von HS um verschiedenste Lösungen zu ergänzen und in bestehende Systemumgebungen einzubinden – ganz unabhängig von der technischen Plattform und der Programmiersprache.

Den Bereich individueller Zusatzlösungen werden wir - auch mithilfe unserer Partner - deutlich ausbauen.

Ulrich Brehmer: Darüber hinaus wissen wir, dass wir unseren Kunden aufgrund steigender Anforderungen immer öfter individuelle Zusatzlösungen zu unserer Standardsoftware anbieten müssen. Das machen wir heute schon, künftig werden wir diesen Bereich aber – auch mithilfe unserer Partner – deutlich ausbauen.

Woran werden die Kunden merken, dass HS eine neue Strategie fährt?

Markus Fröhlich: Wir werden unsere Kunden aktiver in die Produktentwicklung einbeziehen. Gleichzeitig wird das Lösungsspektrum von HS wachsen. Neue Produkte werden auf Webtechnologien basieren. Und wir haben uns vorgenommen, die Release-Zyklen deutlich zu verkürzen. Dadurch werden wir neue bzw. optimierte Funktionen erheblich schneller zur Verfügung stellen können.

Unsere Kunden können sich weiterhin auf einen schnell erreichbaren und fachlich kompetenten Support durch HS verlassen.

Ulrich Brehmer: Bei allen geplanten Veränderungen gibt es aber natürlich auch Konstanten, auf denen der Erfolg von HS beruht. So können sich unsere Kunden beispielsweise auch künftig auf einen schnell erreichbaren und fachlich kompetenten Support durch HS verlassen. Das versprechen wir.

Strategie von HS - Hamburger Software
HS Strategie 2021 - das steckt dahinter

Die HS Strategie 2021 gibt vor, welche Ziele HS in den kommenden drei Jahren erreichen will. Dazu hat das Unternehmen unter Führung von Markus Fröhlich (li.) und Ulrich Brehmer 37 Maßnahmen in den Themenfeldern Geschäftsmodell, Kunden und Interessenten, Leistungsspektrum, Partner, Technologie sowie Organisation/Prozesse/Systeme festgelegt. Ziel ist es, ein "HS Ecosystem" zu schaffen, das Kunden und Interessenten ein breites Lösungsspektrum bietet. Dazu sieht die Strategie unter anderem folgende Maßnahmen vor:

  • Neue Produkte und Leistungen, wie zum Beispiel mobile, browser- und rechenzentrumsbasierte Lösungen
  • Einfacherer Zugang zum HS Produkt- und Dienstleistungsangebot, beispielsweise durch vorkonfigurierte Pakete oder Self-Service-Hilfestellungen
  • Ausbau des Angebots an individuellen Zusatzlösungen
  • Stärkere Öffnung für Partner zwecks gemeinsamer Entwicklung von Lösungen; Bereitstellung der hierfür erforderlichen Anwendungsschnittstellen (webbasiert)

Nach innen stellt sich HS künftig flexibler auf, arbeitet nach agilen Methoden und bezieht Kunden, Interessenten und Partner stärker in die Produktentwicklung ein. Unveränderter Kern von HS bleiben jedoch die Herstellung von Standardsoftware für betriebswirtschaftliche Aufgaben sowie exzellenter Service für die Kunden.

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