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Jan 9, 2015 // NACHRICHTEN

Wachstumsschwäche auch im Mittelstand

Der Mittelstand in Deutschland reagiert auf das schwieriger gewordene wirtschaftliche Umfeld und hält sich bei Investitionen zurück, so das KfW-Mittelstandspanel 2014.

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Der Mittelstand hat im Jahr 2013 seine Schlüsselrolle für die deutsche Volkswirtschaft bestätigt, kann sich aber der Wachstumsschwäche in Deutschland und Europa nicht entziehen. Zu diesem Ergebnis gelangt das KfW-Mittelstandspanel 2014.

Schwierigeres Umfeld für KMU

„Das Umfeld für den Mittelstand ist schwieriger geworden“, sagt der Chefvolkswirt der KfW, Jörg Zeuner. Umsätze und Beschäftigung nahmen 2013 zwar zu, allerdings ließ die Wachstumsdynamik nach. Vor allem die Auslandsaktivitäten erfuhren einen Dämpfer. Europa hat insgesamt an Zugkraft verloren, und die Erwartungen trüben sich weiter ein. Zugleich agieren die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland laut KfW zunehmend profitabel. Die Gewinne verbleiben jedoch meist in den Unternehmen.

Zurückhaltung bei Investitionen

Laut Zeuner reagieren die Unternehmen auf das schwierigere Umfeld und bleiben trotz voller Kassen in Wartestellung. „Die kleinen und mittleren Unternehmen zögern weiterhin mit Investitionen, daran kann auch der einfache Kreditzugang nichts ändern.“ Nur bei einer nachhaltigen Verbesserung der Aussichten für Deutschland und Europa sei mit einer deutlich anziehenden Investitionsbereitschaft im Mittelstand zu rechnen. „Für das aktuelle Jahr 2014 fehlen dafür die Anzeichen“, so der KfW-Chefvolkswirt. Voraussetzungen für eine durchgreifende Änderung seien mehr öffentliche Nachfrage, weiterhin niedrige Zinsen und weitreichende Strukturreformen in Europa.

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