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HS Lohnabrechnung Baulohn

FAQ zum Kurzarbeitergeld

Diese Seite beantwortet häufig gestellte Fragen zur Eingabe und Abrechnung von Kurzarbeit im HS Personalwesen und in der HS Personalabrechnung. Das Dokument wird laufend erweitert.

FAQ Kurzarbeit

Mitarbeiter können Kurzarbeitergeld bekommen, wenn…

  • …mindestens einen sozialversicherungspflichtiger Mitarbeiter beschäftigt ist;
  • …mindestens 10% der Mitarbeiter weniger arbeiten werden als üblich;
  • …betroffene Mitarbeiter daraufhin mehr als 10% Entgeltausfall haben;
  • …die Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen (z.B. verschobene Kundenaufträge) oder ein unabwendbares Ereignis (z.B. eine behördlich angeordnete Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie) ist;
  • …die Reduktion der Arbeitszeit vorübergehend ist;
  • …die Arbeitsreduktion nicht vermeidbar ist – auch nicht durch:
    - Abbau des Resturlaubs aus dem Vorjahr,
    - Abbau von Überstunden,
    - Auflösung von Arbeitszeitkonten,
    - Arbeit in anderen Positionen im Unternehmen.

Für die Eingabe von Kurzarbeit benötigen Sie lediglich die Arbeitsgebiete „Stammdaten / Kurzarbeit“ und „Abrechnung / Bewegungsdaten / Eingabe Kurzarbeit“. Eine detaillierte Beschreibung der Arbeitsgebiete können Sie sich in unserem kostenlosen Webinar anschauen.

Für die Abrechnung der Kurzarbeit werden in der Regel folgende interne Lohnarten verwendet:

  • KUGA - Kurzarbeitergeld
  • KUGK - Kug-Krankengeld
  • KUFE - Kug-Feiertagsentgelt

Diese Lohnarten sind in HS Personalabrechnung mit dem Erweiterungsmodul Kurzarbeitergeld und in HS Personalwesen enthalten. Sie werden automatisch, je nach Eingabe im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit vom System angesprochen.

Diese Lohnarten können manuell so gut wie nicht verändert werden. Mit HS Personalwesen haben Sie bei allen drei Kug-Lohnarten die Möglichkeit, Folgelohnarten zu hinterlegen. Die Buchungszeile können Sie allein bei der Lohnart "KUFE" anpassen.

Grundsatz: Der AG-Zuschuss zum Kurzarbeitergeld ist steuerpflichtig (befristete Steuerbefreiung für Lohnabrechnungszeiträume von 03.2020 – 12.2020 geplant, siehe Corona-Steuerhilfegesetz). Sozialversicherungspflichtig ist der AG-Zuschuss zum Kurzarbeitergeld nur, wenn dieser zusammen mit dem Kurzarbeitergeld 80 % des Unterschiedsbetrags von Soll-Brutto und Ist-Brutto übersteigt.

Beispiel: Laura Klar (StKl 1, kinderlos) bekommt ein Gehalt von 3000,00 Euro. Aufgrund der Kurzarbeit verdient sie jetzt nur noch 1000,00 Euro.

Rechnung:

Sozialversicherungsfreier Betrag beim Zuschuss ist: 1600 Euro – 702,11 Euro = 897,89 Euro

TIPP: Schauen Sie sich das Übersichts-Diagramm an.

Lohnanwendung: Zur Abrechnung des AG-Zuschusses ist die Lohnart "0760 - Zuschuss zum Kurzarbeitergeld" vorgesehen. Wenn Sie beim Anlegen der Datenbank mitgelieferte Lohnarten übernommen haben, steht Ihnen diese zur Verfügung. Sie finden die Lohnart auch in den Beispieldaten.

Diese Lohnart ist in der Sozialversicherungspflicht mit "KU - Zuschuss zum Kurzarbeitergeld" geschlüsselt. Im Feld Art der Versteuerung ist das Kennzeichen "LB – Steuerpflichtig (laufend)" angegeben.

Falls Sie für den AG-Zuschuss bisher keine Lohnart in Ihrem Datenbestand haben, legen Sie diese neu an. Achten Sie darauf, dass Sie insbesondere bei der Sozialversicherungspflicht und der Art der Versteuerung die richtigen Kennzeichen wählen.

Bei der Abrechnung einer Lohnart, die im Feld Sozialversicherungspflicht mit "Zuschuss zum Kurzarbeitergeld" geschlüsselt ist, wird intern geprüft, ob der Zuschuss 80% des Unterschiedsbetrags übersteigt. Ist dies der Fall, wird der übersteigende Teil automatisch SV-pflichtig abgerechnet. Ist dies nicht der Fall, ist der gesamte Zuschuss beitragsfrei.

Bei der Abrechnung von Kug-Krankengeld sind zwei Fälle zu Unterschieden, hier werden Ihnen diese Fallbeispiele aufgezeigt:

Fall A:
Der Mitarbeiter wird vor Eintreten der Kurzarbeit krank und ist auch während Kurzarbeit weiterhin krank. In diesem Fall sind die Tage, an denen keine Kurzarbeit herrscht, mit dem Krankenkennzeichen "KF" (Krank mit Entgeltfortzahlung) zu schlüsseln. Die Tage, wo der Mitarbeiter Kurzarbeit hat werden mit dem Krankenkennzeichen "KU" (Kurzarbeit Krankengeld) geschlüsselt. Diese Stunden werden nicht als Ausfallstunden erfasst. Der Arbeitgeber leistet zwar die Auszahlung des KUG-Krankengeldes, aber die Krankenkasse übernimmt das KUG-Krankengeld mit dem ausgedruckten Antrag. Der Anspruch auf Krankengeld in Höhe des Kurzarbeitergeldes richtet sich somit also gegen die zuständige Krankenkasse.

Fall B1:
Der Mitarbeiter wird während der Kurzarbeit krank. In diesem Fall schlüsselt man alle Krankheitstage - an denen keine Kurzarbeit ist- mit dem Fehlzeitenkennzeichen "KF" (Krank mit Entgeltfortzahlung). Kranktage, die auf einen KUG Tag fallen, müssen als Ausfallstunden unter KUG erfasst werden. Das Kurzarbeitergeld wird normal über den Arbeitgeber weiter bezahlt. Der Arbeitgeber kann sich dann eventuell die Erstattung der Umlage 1 von der Krankenkasse zurückerstatten lassen.

Fall B2:
Der Mitarbeiter wird während der Kurzarbeit krank, dass Unternehmen hat jedoch nur zu 50% Kurzarbeit angemeldet. In diesem Fall schlüsselt man alle Krankheitstage mit dem Fehlzeitenkennzeichen "KF" (Krank mit Entgeltfortzahlung). Die Stunden welche in die Kurzarbeit fallen, müssen als Ausfallstunden unter KUG über den Punkt „manuell erfassen“ erfasst werden. Das Kurzarbeitergeld wird normal über den Arbeitgeber weiter bezahlt. Der Arbeitgeber kann sich dann eventuell die Erstattung der Umlage 1 von der Krankenkasse zurückerstatten lassen.

Was ist Kug-Feiertagsentgelt:  Wenn ein Feiertag in einen Kurzarbeitszeitraum fällt, so ist die Feiertagsvergütung ausschließlich vom Arbeitgeber zu zahlen. Für diesen Feiertag besteht kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit. Der Arbeitgeber kann den Feiertag entweder wie einen normalen Arbeitstag oder in Höhe des Kurzarbeitergeldes bezahlen. Im letzteren Fall spricht man vom Kug-Feiertagsentgelt. Die Berechnung erfolgt über den Kug-Stundenlohn.

Wie ist Kug-Feiertagsentgelt abzurechnen: Wie dies theoretisch und praktisch mit der Lohnanwendung von HS abgerechnet wird, erfahren Sie hier im FAQ Kurzarbeit unter ‚Wie rechnen Sie einen Feiertag im Kurzarbeitszeitraum ab (Fall 2)?‘

Wo geben Sie die Stunden für Kug-Feiertagsentgelt an: Diese Stunden erfassen Sie im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit auf der Registerkarte Ausfallstunden im Feld Kug Feiertagsentgelt Std. Anzugeben sind die Feiertagsstunden, die aufgrund von Kurzarbeit 'ausfallen'. Wenn normalerweise von Montag bis Freitag 8 Stunden gearbeitet wird, aber aufgrund von Kurzarbeit die Arbeit komplett ruht und in diese Kurzarbeitsphase 2 Feiertage (z.B. Karfreitag und Ostermontag) fallen, dann sind hier 16 Feiertagsstunden als Kug-Feiertagsentgelt Stunden anzugeben.

Was passiert mit den eingegebenen Kug-Feiertagsentgelt Stunden: Aus den eingegebenen Stunden für Kug-Feiertagsentgelt ermittelt die Anwendung beim Berechnen der Verdienstabrechnung automatisch das Kug-Feiertagsentgelt und den Kug-Feiertagsstundenlohn. Ausgewiesen wird beides über die Lohnart KUFE. Der SV-Beitrag vom Kug-Feiertagsentgelt wird in voller Höhe vom AG übernommen. Auch der Zusatzbeitrag KV wird durch den AG getragen.

Beispiel: Laura Klar bekommt ein Gehalt von 3000,00 Euro. Sie wird nach Steuerklasse (StKl) 1 abgerechnet und ist kinderlos. Aufgrund der Kurzarbeit wird die Arbeitszeit um 50% verringert. Sie verdient jetzt nur noch die Hälfte (1500,00 Euro).

Rechnung: Für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes sind Soll-Brutto und Ist-Brutto die entscheidenden Größen.

  • Soll-Brutto: 3000,00 Euro
  • Ist-Brutto: 1500,00 Euro

 Aus den beiden Bruttobeträgen können Sie über eine Tabelle der Bundesagentur für Arbeit die entsprechenden jeweils dazugehörigen pauschalierten Nettoentgelte ermitteln. (siehe unter: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug050-2016_ba014803.pdf). Die daraus ermittelten Werte sind:

  • Pauschaliertes Soll-Nettoentgelt (3000,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 1182,11 Euro
  • Pauschaliertes Ist-Nettoentgelt (1500,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 680,75   Euro  

Kurzarbeitergeld (pauschalierte Nettoentgeltdifferenz): 501,36   Euro

HINWEIS: Mitarbeiter mit Kindern erhalten einen höheren Leistungssatz (Leistungssatz 1) und somit auch mehr Kurzarbeitergeld.

In der Lohnanwendung:

  1. Sie müssen den festen Bezug entsprechend anpassen. Mit HS Personalwesen kann im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit das Gehalt auch per Folgelohnart (Lohnart „2400“) gekürzt werden.
  2. Den Verdienstausfall aufgrund von Kurzarbeit erfassen Sie im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit am besten über die Einstellung Ausfallentgelt (hier: 1500,- Euro) und geben außerdem auf der Registerkarte Ausfallstunden die ausgefallenen Stunden an.

Ergebnis - Gehalt von Frau Klar ohne/mit Kurzarbeit:

Im Folgenden die Abrechnungswerte von Laura Klar (Steuerklasse 1, ohne Kind und einem Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung von 1,5%)

  • Ohne Kurzarbeit:
    Gehalt:                                3000,00 Euro
    SV-Beiträge:                      - 609,75 Euro
    Lohnsteuer:                      - 425,59 Euro
    Auszahlung:                      1964,66 Euro
     
  • Mit Kurzarbeit:
    Gehalt:                                1500,00 Euro
    SV-Beiträge:                     - 304,88 Euro
    Lohnsteuer:                      - 65,41 Euro
    Kurzarbeitergeld:              501,36 Euro
    Auszahlung:                      1631,07 Euro

Beispiel: Paul Muster bekommt einen Stundenlohn von 18,75 Euro und zusätzlich pro Stunde eine Erschwerniszulage von 2,25 Euro. Er wird nach Steuerklasse (StKl) 1 abgerechnet und ist kinderlos. Aufgrund der Kurzarbeit fallen 60 Stunden aus. Daher arbeitet er in diesem Monat nur 100 Stunden.

Rechnung: Für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes sind Soll-Brutto und Ist-Brutto die entscheidenden Größen.

  • Soll-Brutto: 160 Stunden x 21,00 Euro = 3360,00 Euro
  • Ist-Brutto: 100 Stunden x 21,00 Euro = 2100,00 Euro

 Aus den beiden Bruttobeträgen können Sie über eine Tabelle der Bundesagentur für Arbeit die entsprechenden jeweils dazugehörigen pauschalierten Nettoentgelte ermitteln. (siehe unter: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug050-2016_ba014803.pdf). Die daraus ermittelten Werte sind:

  • Pauschaliertes Soll-Nettoentgelt (3360,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 1.296,14 Euro
  • Pauschaliertes Ist-Nettoentgelt (2100,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 884,20   Euro 

Kurzarbeitergeld (pauschalierte Nettoentgeltdifferenz): 411,94   Euro

HINWEIS: Mitarbeiter mit Kindern erhalten einen höheren Leistungssatz (Leistungssatz 1) und somit auch mehr Kurzarbeitergeld.

In der Lohnanwendung:

  1. Sie müssen die variablen Bezüge erfassen: 100 Stunden x 18,75 Euro Stundenlohn und 100 Stunden x 2,25 Euro Erschwerniszulage.
  2. Den Verdienstausfall aufgrund von Kurzarbeit erfassen Sie im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit am besten über die Einstellung Kug-Stundenlohn (hier: 21,00 EUR) und geben außerdem auf der Registerkarte Ausfallstunden die ausgefallenen Stunden (hier: 60 Stunden) an.
    Nach der Eingabe wird auf der Registerkarte Allgemein angezeigt:
    Soll-Brutto: 3360,00 Euro
    Ist-Brutto: 2100,00 Euro

Ergebnis - Lohn von Herrn Muster ohne/mit Kurzarbeit:

Im Folgenden die Abrechnungswerte von Paul Muster (Steuerklasse 1, ohne Kind und einem Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung von 1,5%)

  • Ohne Kurzarbeit:
    Lohn:                                  3360,00 Euro
    SV-Beiträge:                     - 682,92 Euro
    Lohnsteuer:                      - 522,75 Euro
    Auszahlung:                      2154,33 Euro
     
  • Mit Kurzarbeit:
    Lohn:                                    2100,00 Euro
    SV-Beiträge:                     - 426,83 Euro
    Lohnsteuer:                      - 203,69 Euro
    Kurzarbeitergeld:              411,94 Euro
    Auszahlung:                      1881,42 Euro

Grundsatz: Wenn ein Feiertag in einen Kurzarbeitszeitraum fällt, so ist die Feiertagsvergütung ausschließlich vom Arbeitgeber zu zahlen. Für diesen Feiertag besteht kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Der Arbeitgeber kann den Feiertag entweder wie einen normalen Arbeitstag bezahlen (Fall 1) oder eine Berechnung anhand des KUG-Stundenlohnes (Fall 2) durchführen.

Beispiel: Paul Muster bekommt einen Stundenlohn von 18,75 Euro. Er wird nach Steuerklasse (StKl) 1 abgerechnet und ist kinderlos. Aufgrund der Kurzarbeit fallen von 160 Gesamtstunden (inklusive bezahlten Feiertag) 60 Arbeitsstunden aus. Der bezahlte Feiertag (8 Stunden) liegt im Kurzarbeitszeitraum. Daher arbeitet Paul in diesem Monat nur 92 Stunden.

Rechnung (Fall 1): Für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes sind Soll-Brutto und Ist-Brutto die entscheidenden Größen.

  • Soll-Brutto: 160 Stunden x 18,75 Euro = 3000,00 Euro
  • Ist-Brutto: (92 Arbeitsstunden + 8 Stunden Feiertag) x 18,75 Euro = 1875,00 Euro

Aus den beiden Bruttobeträgen können Sie über eine Tabelle der Bundesagentur für Arbeit die entsprechenden jeweils dazugehörigen pauschalierten Nettoentgelte ermitteln. (siehe unter: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug050-2016_ba014803.pdf). Die daraus ermittelten Werte sind:

  • Pauschaliertes Soll-Nettoentgelt (3000,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2):  1182,11 Euro
  • Pauschaliertes Ist-Nettoentgelt (1875,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2):  808,62   Euro 

Kurzarbeitergeld (pauschalierte Nettoentgeltdifferenz): 373,49   Euro

HINWEIS: Mitarbeiter mit Kindern erhalten einen höheren Leistungssatz (Leistungssatz 1) und somit auch mehr Kurzarbeitergeld.

In der Lohnanwendung (Fall 1):

  1. Sie müssen die variablen Bezüge erfassen: Für die Arbeitszeit 92 Stunden x 18,75 Euro Stundenlohn und für den Feiertag 8 Stunden x 18,75 Euro Stundenlohn.
  2. Den Verdienstausfall aufgrund von Kurzarbeit erfassen Sie im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit am besten über die Einstellung Kug-Stundenlohn (hier: 18,75 EUR) und geben außerdem auf der Registerkarte Ausfallstunden die ausgefallenen Stunden (hier: 60 Stunden) an.
    Nach der Eingabe wird auf der Registerkarte Allgemein angezeigt:
    Soll-Brutto: 3000,00 Euro
    Ist-Brutto: 1875,00 Euro

Ergebnis (Fall 1) - Lohn von Paul Muster ohne/mit Kurzarbeit:

Im Folgenden die Abrechnungswerte von Paul Muster (Steuerklasse 1, ohne Kind und einem Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung von 1,5%)

  • Ohne Kurzarbeit:
    Lohn:                                  3000,00 Euro
    SV-Beiträge:                     - 609,75 Euro
    Lohnsteuer:                      - 425,59 Euro
    Auszahlung:                      1964,66 Euro
     
  • Mit Kurzarbeit:
    Lohn:                                  1875,00 Euro
    SV-Beiträge:                     - 381,10 Euro
    Lohnsteuer:                      - 152,88 Euro
    Kurzarbeitergeld:               373,49 Euro
    Auszahlung:                      1714,51 Euro

Grundsatz: Wenn ein Feiertag in einen Kurzarbeitszeitraum fällt, so ist die Feiertagsvergütung ausschließlich vom Arbeitgeber zu zahlen. Für diesen Feiertag besteht kein Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Der Arbeitgeber kann den Feiertag entweder wie einen normalen Arbeitstag bezahlen (Fall 1) oder eine Berechnung anhand des KUG-Stundenlohnes (Fall 2) durchführen.

Beispiel: Paul Muster bekommt einen Stundenlohn von 18,75 Euro. Er wird nach Steuerklasse (StKl) 1 abgerechnet und ist kinderlos. Aufgrund der Kurzarbeit fallen von 160 Gesamtstunden (inklusive bezahlten Feiertag) 60 Arbeitsstunden aus. Der bezahlte Feiertag (8 Stunden) liegt im Kurzarbeitszeitraum. Daher arbeitet Paul in diesem Monat nur 92 Stunden.

Rechnung (Fall 2): Die Rechnung besteht aus 2 Schritten, der Ermittlung des Kug-Stundenlohns für den Feiertag und der Ermittlung des Kurzarbeitergeldes.

Schritt 1: Ermittlung des Kug-Stundenlohns für den Feiertag  

  • Soll-Brutto: 160 Stunden x 18,75 Euro = 3000,00 Euro
  • Ist-Brutto: 92 Stunden x 18,75 Euro = 1725,00 Euro

Aus den beiden Bruttobeträgen können Sie über eine Tabelle der Bundesagentur für Arbeit die entsprechenden jeweils dazugehörigen pauschalierten Nettoentgelte ermitteln. (siehe unter: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug050-2016_ba014803.pdf). Die daraus ermittelten Werte sind:

  • Pauschaliertes Soll-Nettoentgelt (3000,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 1182,11 Euro
  • Pauschaliertes Ist-Nettoentgelt (1725,00 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 753,34   Euro 

Fiktives Kurzarbeitergeld (pauschalierte Nettoentgeltdifferenz): 428,77   Euro

Aus diesem fiktiven Kurzarbeitergeld lässt sich der KUG-Stundenlohn für den Feiertag jetzt ermitteln:  428,77 EUR / 68 Stunden (60 KUG-Stunden + 8 Feiertagsstunden) = 6,31 KUG-Stundenlohn für den Feiertag. Das Kug-Feiertagsentgelt beträgt somit: 8 Stunden x 6,31 Euro = 50, 48 Euro.

Schritt 2: Ermittlung des Kurzarbeitergeldes

  • Soll-Brutto: 152 Stunden x 18,75 Euro + 8 Stunden x 6,31 Euro = 2900,48 Euro
  • Ist-Brutto: 92 Stunden x 18,75 Euro + 8 Stunden x 6,31 Euro = 1775,48 Euro

Aus den beiden Bruttobeträgen können Sie über eine Tabelle der Bundesagentur für Arbeit die entsprechenden jeweils dazugehörigen pauschalierten Nettoentgelte ermitteln. (siehe unter: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug050-2016_ba014803.pdf). Die daraus ermittelten Werte sind:

  • Pauschaliertes Soll-Nettoentgelt (2900,48 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2): 1149,88 Euro
  • Pauschaliertes Ist-Nettoentgelt (1775,48 Euro, StKl 1, Leistungssatz 2):  773,91   Euro 

Kurzarbeitergeld (pauschalierte Nettoentgeltdifferenz): 375,97   Euro

HINWEIS: Mitarbeiter mit Kindern erhalten einen höheren Leistungssatz (Leistungssatz 1) und somit auch mehr Kurzarbeitergeld.

 In der Lohnanwendung (Fall 2):

  1. Sie müssen den variablen Bezug erfassen: 92 Stunden x 18,75 Euro Stundenlohn.
  2. Den Verdienstausfall aufgrund von Kurzarbeit erfassen Sie im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit am besten über die Einstellung Kug-Stundenlohn (hier: 18,75 EUR) und geben außerdem auf der Registerkarte Ausfallstunden die ausgefallenen Stunden (hier: 60 Stunden) und die Kug-Feiertagsentgelt-Stunden (hier: 8 Stunden) an.
    Nach der Eingabe wird auf der Registerkarte Allgemein angezeigt:
    Soll-Brutto: 3000,00 Euro
    Ist-Brutto: 1725,00 Euro

Ergebnis (Fall 2) - Lohn von Paul Muster ohne/mit Kurzarbeit:

Im Folgenden die Abrechnungswerte von Paul Muster (Steuerklasse 1, ohne Kind und einem Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung von 1,5%)

  • Ohne Kurzarbeit:
    Lohn:                                  3000,00 Euro
    SV-Beiträge:                     - 609,75 Euro
    Lohnsteuer:                      - 425,59 Euro
    Auszahlung:                      1964,66 Euro
     
  • Mit Kurzarbeit:
    Lohn:                                  1775,48 Euro      (1725,00 + 50,48)
    SV-Beiträge:                     - 350,75 Euro     (siehe Hinweis unten)
    Lohnsteuer:                      - 130,98 Euro     (aus 1775,48 Euro)
    Kurzarbeitergeld:              375,97 Euro
    Auszahlung:                      1669,72 Euro

Hinweis zur Berechnung der SV-Beiträge bei Kurzarbeit: 1725 Euro x 0,20075 (AG trägt SV-Beiträge auf Feiertagsentgelt (50,48 Euro)) + 1775,48 Euro x 0,0025 (AN trägt erhöhten PV-Beitrag auf 1775,48 Euro).

Definition: Die Krankheit beginnt vor der Kurzarbeit, wenn die Erkrankung vor dem beantragten Kug-Zeitraum liegt. Beispiel: Die Arbeitsunfähigkeit beginnt am 26.02.2020 und ab dem 01.03.2020 ist Kurzarbeit beantragt.

Unterscheidung in zwei Fälle: Zum Beginn der Kurzarbeit kann der Arbeitnehmer (AN) noch Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben (Fall A1) oder bereits Krankengeld beziehen (Fall A2).
TIPP: Schauen Sie sich das Übersichts-Diagramm an.

Fall A1 – Arbeitnehmer hat zu Beginn der Kurzarbeit noch Anspruch auf Entgeltfortzahlung

Für die kurzarbeitsbedingten Ausfallstunden erhält der Arbeitnehmer Krankengeld in Höhe des Kurzarbeitergelds. Dieses Kug-Krankengeld zahlt der Arbeitgeber im Rahmen des Kurzarbeitergeldes und erhält es von der Krankenkasse zurück.
HINWEIS: Falls in dem Betrieb (während der Kurzarbeit) noch gearbeitet wird, würde der Arbeitnehmer Entgelt­fortzahlung für die verkürzte Arbeitszeit erhalten und Kug-Krankengeld für die kurzarbeitsbedingte Ausfallzeit (siehe Beispiel 2).

Beispiel 1: Heinz Malad ist vom 26.02. bis 02.03. krankgeschrieben. Die Kurzarbeit im Betrieb geht vom 01.03. bis 15.05. Während der Kurzarbeit wird im Betrieb nicht mehr gearbeitet. Herr Malad erhält für die Zeit vom:

  • 01.03. - 02.03.: Kug-Krankengeld (16 Stunden)
  • 03.03. – 31.03.: Kurzarbeitergeld (160 Stunden)   

In der Lohnanwendung:

  1. Im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit erfassen Sie auf der Registerkarte Allgemein das Ausfallentgelt des Mitarbeiters für den gesamten März (für 176 Stunden).
  2. Auf der Registerkarte Ausfallstunden geben Sie die aufgrund von Kurzarbeit ausgefallenen Kurzarbeitsstunden (160 Stunden) und die Kug-Krankengeld Stunden (16 Stunden) an. Sie können die Kug-Krankengeld Stunden manuell erfassen oder aus den Arbeits- und Fehlzeiten übernehmen. In jedem Fall ist der Mitarbeiter an den Kurzarbeitstagen, an denen er krank ist (01.03. – 02.03.), mit dem Tageskennzeichen ‚KU‘ (für Kug-Krankengeld) zu schlüsseln.
  3. Beim Berechnen der Verdienstabrechnung wird Folgendes automatisch abgerechnet:
    Kurzarbeit über die Lohnart ‚KUGA - Kurzarbeitergeld‘ und
    Kug-Krankengeld über die Lohnart ‚KUGK - Kug-Krankengeld‘.
  4. Unter Auswertungen / Gesetzliche Auswertungen / Kug-Abrechnungsliste können Sie - zusätzlich zum Antrag auf Kurzarbeitergeld und der Kug-Abrechnungsliste - die Kug-Krankengeldabrechnung ausgeben. Verwenden Sie hierfür das vorbesetzte Layout ‚kug_antrag_und_listen.ket‘. Die Kug-Krankengeldabrechnung ist bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen.

Beispiel 2: Heinz Malad ist vom 26.02. bis 02.03. krankgeschrieben. Die Kurzarbeit im Betrieb geht vom 01.03. bis 15.05. Während der Kurzarbeit wird im Betrieb jeden Tag nur 2 Stunden gearbeitet. Herr Malad erhält für die Zeit vom:

  • 01.03. - 31.03.: Entgeltfortzahlung (44 Stunden, 22 Tage x 2 Stunden)
  • 01.03. - 02.03.: Kug-Krankengeld (12 Stunden, 2 Tage x 6 Stunden)
  • 03.03. – 31.03.: Kurzarbeitergeld (120 Stunden, 20 Tage x 6 Stunden)  

In der Lohnanwendung:

  1. Im Arbeitsgebiet Eingabe Verdienstabrechnung erfassen Sie den variablen Be- und Abzug für Entgeltfortzahlung (44 Stunden).
  2. Im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit erfassen Sie auf der Registerkarte Allgemein das Ausfallentgelt des Mitarbeiters im März (für 132 Stunden).
  3. Auf der Registerkarte Ausfallstunden geben Sie
    die aufgrund von Kurzarbeit ausgefallenen Kurzarbeitsstunden (120 Stunden) und
    die Kug-Krankengeld Stunden (12 Stunden) an.
    Sie müssen die Kug-Krankengeld Stunden manuell erfassen. Der Mitarbeiter ist an den Kurzarbeitstagen, an denen er krank ist (01.03. – 02.03.), mit dem Tageskennzeichen ‚KF‘ (für Krank mit Entgeltfortzahlung) zu schlüsseln.
  4. Beim Berechnen der Verdienstabrechnung und bei der Ausgabe der Anträge zum Kurzarbeitergeld gibt es keinen Unterschied zu Beispiel 1 (siehe oben). Sie verfahren wie dort beschrieben.

Fall A2 – Arbeitnehmer erhält zu Beginn der Kurzarbeit keine Entgeltfortzahlung mehr

Der Arbeitnehmer hat ausschließlich einen Anspruch auf Krankengeld. Das Krankengeld erhält er von der Krankenkasse.

Beispiel: Heinz Malad ist vom 06.01. bis 02.03. krankgeschrieben. Seit dem 17.02. bekommt er Krankengeld. Die Kurzarbeit im Betrieb geht vom 01.03. bis 15.05. Er erhält für die Zeit vom

  • 01.03. - 02.03.: Krankengeld
  • 03.03. – 31.03.: Kurzarbeitergeld (160 Stunden)  

In der Lohnanwendung:

  1. Im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit erfassen Sie auf der Registerkarte Allgemein das Ausfallentgelt des Mitarbeiters vom 03.03. – 31.03. (für 160 Stunden).
  2. Auf der Registerkarte Ausfallstunden geben Sie
    die aufgrund von Kurzarbeit ausgefallenen Kurzarbeitsstunden (160 Stunden) und
    die Sonstigen unbezahlten Stunden (16 Stunden) an.
    Sie können die Sonstigen unbezahlten Stunden manuell erfassen oder aus den Arbeits- und Fehlzeiten übernehmen. In jedem Fall ist der Mitarbeiter an den Tagen mit Krankengeld (17.02. – 02.03.), mit dem Tageskennzeichen ‚KG‘ (für Krankengeld) zu schlüsseln.
  3. Beim Berechnen der Verdienstabrechnung wird Folgendes automatisch abgerechnet:
    Kurzarbeit über die Lohnart ‚KUGA - Kurzarbeitergeld‘.

Unter Auswertungen / Gesetzliche Auswertungen / Kug-Abrechnungsliste können Sie den Antrag auf Kurzarbeitergeld und die Kug-Abrechnungsliste ausgeben. Verwenden Sie hierfür das vorbesetzte Layout ‚kug_antrag_und_listen.ket‘.   

Definition: Die Krankheit beginnt während der Kurzarbeit, wenn die Erkrankung in einem Zeitraum eintritt, für den Kurzarbeit beantragt wurde. Beispiel: Die Kurzarbeit wurde ab dem 01.03.2020 beantragt; die Arbeitsunfähigkeit beginnt am 09.03.2020. Auch wenn die (tatsächliche) Kurzarbeit erst am 10.03. aufgenommen werden würde, beginnt die Erkrankung während der Kurzarbeit, denn sie wurde bereits ab dem 01.03.2020 beantragt.

Unterscheidung in zwei Fälle: Zum Beginn der Kurzarbeit kann der Arbeitnehmer (AN) noch Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben (Fall B1) oder bereits Krankengeld beziehen (Fall B2).
TIPP: Schauen Sie sich das Übersichts-Diagramm an.

Fall B1 – Arbeitnehmer hat noch Anspruch auf Entgeltfortzahlung

Für die kurzarbeitsbedingten Ausfallstunden erhält der Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld.
HINWEIS: Falls in dem Betrieb (während der Kurzarbeit) noch gearbeitet wird, würde der Arbeitnehmer Entgelt­fortzahlung für die verkürzte Arbeitszeit erhalten und Kurzarbeitergeld für die kurzarbeitsbedingte Ausfallzeit (siehe Beispiel 2).

Beispiel 1: Petra Unwohl ist vom 09.03. bis 15.03. krankgeschrieben. Die Kurzarbeit im Betrieb geht vom 01.03. bis 15.05. Während der Kurzarbeit wird im Betrieb nicht mehr gearbeitet. Frau Unwohl erhält für die Zeit vom:

  • 01.03. - 31.03.: Kurzarbeitergeld (176 Stunden)

In der Lohnanwendung:

  1. Im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit erfassen Sie auf der Registerkarte Allgemein das Ausfallentgelt des Mitarbeiters für den gesamten März (für 176 Stunden).
  2. Auf der Registerkarte Ausfallstunden geben Sie die aufgrund von Kurzarbeit ausgefallenen Kurzarbeitsstunden (176 Stunden) an.
    Die Mitarbeiterin ist an den Kurzarbeitstagen, an denen sie krank ist, mit dem Tageskennzeichen ‚KF‘ (für Krank mit Entgeltfortzahlung) zu schlüsseln.
  3. Beim Berechnen der Verdienstabrechnung wird Folgendes automatisch abgerechnet:
    Kurzarbeit über die Lohnart ‚KUGA - Kurzarbeitergeld‘.
  4. Unter Auswertungen / Gesetzliche Auswertungen / Kug-Abrechnungsliste können Sie den Antrag auf Kurzarbeitergeld und die Kug-Abrechnungsliste ausgeben. Verwenden Sie hierfür das vorbesetzte Layout ‚kug_antrag_und_listen.ket‘.

Beispiel 2: Petra Unwohl ist vom 09.03. bis 15.03. krankgeschrieben. Die Kurzarbeit im Betrieb geht vom 01.03. bis 15.05. Während der Kurzarbeit wird im Betrieb jeden Tag nur 2 Stunden gearbeitet. Frau Unwohl erhält für die Zeit vom:

  • 01.03. - 31.03.: Entgeltfortzahlung (44 Stunden, 22 Tage x 2 Stunden)
  • 01.03. - 31.03.: Kurzarbeitergeld (132 Stunden, 22 Tage x 6 Stunden)  

In der Lohnanwendung:

  1. Im Arbeitsgebiet Eingabe Verdienstabrechnung erfassen Sie den variablen Be- und Abzug für Entgeltfortzahlung (44 Stunden).
  2. Im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit erfassen Sie auf der Registerkarte Allgemein das Ausfallentgelt des Mitarbeiters im März (für 132 Stunden).
  3. Auf der Registerkarte Ausfallstunden geben Sie die aufgrund von Kurzarbeit ausgefallenen Kurzarbeitsstunden (132 Stunden) an.
    Die Mitarbeiterin ist an den Kurzarbeitstagen, an denen sie krank ist, mit dem Tageskennzeichen ‚KF‘ (für Krank mit Entgeltfortzahlung) zu schlüsseln.
  4. Beim Berechnen der Verdienstabrechnung wird Folgendes automatisch abgerechnet:
    Kurzarbeit über die Lohnart ‚KUGA - Kurzarbeitergeld‘.
  5. Unter Auswertungen / Gesetzliche Auswertungen / Kug-Abrechnungsliste können Sie den Antrag auf Kurzarbeitergeld und die Kug-Abrechnungsliste ausgeben. Verwenden Sie hierfür das vorbesetzte Layout ‚kug_antrag_und_listen.ket‘.

Fall B2 – Arbeitnehmer hat kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung mehr

Der Arbeitnehmer hat ausschließlich einen Anspruch auf Krankengeld. Das Krankengeld erhält er von der Krankenkasse.

Beispiel: Petra Unwohl ist seit dem 09.02. krankgeschrieben. Sie erhält seit dem 20.03. Krankengeld. Die Kurzarbeit im Betrieb geht vom 01.02. bis 15.05. Während der Kurzarbeit wird im Betrieb nicht mehr gearbeitet. Frau Unwohl erhält für die Zeit vom:

  • 01.03. - 19.03.: Kurzarbeitergeld (14 Tage x 8 Stunden = 112 Stunden)
  • 20.03. - 31.03.: Krankengeld

In der Lohnanwendung:

  1. Im Arbeitsgebiet Eingabe Kurzarbeit erfassen Sie auf der Registerkarte Allgemein das Ausfallentgelt des Mitarbeiters vom 01.03. – 19.03. (für 112 Stunden).
  2. Auf der Registerkarte Ausfallstunden geben Sie
    die aufgrund von Kurzarbeit ausgefallenen Kurzarbeitsstunden (112 Stunden) und
    die Sonstigen unbezahlten Stunden (8 Tage x 8 Stunden = 64 Stunden) an.
    Sie können die Sonstigen unbezahlten Stunden manuell erfassen oder aus den Arbeits- und Fehlzeiten übernehmen. In jedem Fall ist der Mitarbeiter an den Tagen mit Krankengeld (20.03. – 31.03.), mit dem Tageskennzeichen ‚KG‘ (für Krankengeld) zu schlüsseln.
  3. Beim Berechnen der Verdienstabrechnung wird Folgendes automatisch abgerechnet:
    Kurzarbeit über die Lohnart ‚KUGA - Kurzarbeitergeld‘.

Unter Auswertungen / Gesetzliche Auswertungen / Kug-Abrechnungsliste können Sie den Antrag auf Kurzarbeitergeld und die Kug-Abrechnungsliste ausgeben. Verwenden Sie hierfür das vorbesetzte Layout ‚kug_antrag_und_listen.ket‘.

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