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BWS: Welche Installationsvariante ist richtig: Einzelplatz oder Client-Server?

Betriebswirtschaftliche Lösungen

Welche Installationsvariante ist richtig: Einzelplatz oder Client-Server?

Unsere betriebswirtschaftlichen Anwendungen lassen sich sowohl für den Einzelplatzbetrieb als auch für den Client-Server-Betrieb installieren. Die Wahl der Installationsvariante hängt jedoch nicht unbedingt von der Lizenz ab, die Sie erworben haben. So können Sie z.B. auch mit einer Einzellizenz eine Client-Server-Installation vorsehen. In diesem Dokument erfahren Sie,
  • was mit Einzelplatz- bzw. Client-Server-Installation gemeint ist und
  • wie die Zusammenhänge zwischen Installationsvariante und erworbener Lizenz sind.

Was ist eine Einzelplatz-Installation und was eine Client-Server-Installation?

1. Einzelplatz-Installation: Bei der Einzelplatz-Installation befinden sich alle erforderlichen Komponenten für den Betrieb der Anwendung auf demselben Rechner (Einzelplatz):
 
  • Anwendung und automatisch mitinstallierte Dienstprogramme (z.B. Datenbankmanager)
  • Datenbank für die Bearbeitung der Firmendaten
  • Verwaltungsdienste für den Betrieb der Anwendung
Das heißt: Nur an diesem Rechner kann mit der Anwendung gearbeitet und auf die Datenbank zugegriffen werden (lokaler Zugriff = einzelne Nutzung).

2. Client-Server-Installation: Bei einer Client-Server-Installation befinden sich gemeinsam genutzte Komponenten auf einem Serverrechner (DB-Server):
 
 
  • Programme für die Datenverwaltung (z.B. Datenbankmanager)
  • Datenbank für die Bearbeitung der Firmendaten
  • Verwaltungsdienste für den Betrieb der Anwendung
  • Anwendung nach Bedarf (nicht empfohlen)
Die Anwendung befindet sich auf einem oder mehreren Arbeitsplatzrechnern (Clients), die über das Netzwerk auf die Datenbank zugreifen (Zugriff über das Netz = gemeinsame Nutzung möglich).
 
Client-Server-Installation mit Remotedesktop-Sitzungshostserver: Auf Serverbetriebssystemen (z.B. Windows Server 2012) kann auch die Anwendung auf nur einem Rechner installiert werden - dem sogenannten Remotedesktop-Sitzungshostserver (kurz: RDSH-Server; ehemals: Windows Terminal Server). Der RDSH-Server stellt die auf ihm installierten Programme mehreren Arbeitsplätzen zur Nutzung bereit. Beachten Sie bei dieser speziellen Client-Server-Installation:
  • Sie sollten sich sehr gut mit Serverbetriebssystemen auskennen.
  • Der RDSH-Server sollte nicht derselbe Rechner sein, auf dem sich die Datenbanken der betriebswirtschaftlichen HS Anwendung befinden, sondern zusätzlich zum DB-Server eingesetzt werden (2-Server-Modell).
  • Es gibt Einschränkungen für die Nutzung eines RDSH-Servers beim Einsatz von separat installierbaren Dienstprogrammen zur Anwendung.
Mehr hierzu siehe folgendes Dokument auf der HS Support-Site (Suche nach der Dok.-Nr.):
HS Programme zur Auftragsbearbeitung:
HS Programme zur Finanzbuchhaltung und Personalwirtschaft:

   
Installationsvariante und erworbene Lizenz für die Anwendung

Die Wahl der Installationsvariante hängt nicht unbedingt mit Ihrer Lizenz für die Anwendung zusammen. Die Lizenz steuert nur, wie viele Rechner (Arbeitsplätze) gleichzeitig mit der Anwendung auf dieselbe Datenbank zugreifen können. Im Folgenden wird erläutert,
  1. welche Möglichkeiten Sie mit einer Einzellizenz (Lizenz für einen Arbeitsplatz) haben
  2. und welche mit einer Mehrfachlizenz (Lizenz mit mindestens einer Erweiterung für einen zusätzlichen Arbeitsplatz bzw. einer Staffel ab 2 Arbeitsplätzen).
 
A. Einzellizenz = Einzelplatz oder Client-Server
Im Fall einer Einzellizenz kann die Anwendung entweder für den Einzelplatzbetrieb oder für den Client-Server-Betrieb installiert werden.

Einzelplatz wählen Sie in folgenden Fällen:
  • Die Voraussetzung für eine Client-Server-Installation ist nicht gegeben: Der Rechner, auf dem Sie die Anwendung installieren wollen, ist nicht mit einem Netzwerk verbunden und kann auch nicht zeitweise verbunden werden.
  • Sie benötigen nur einen Arbeitsplatz und wollen auch nur von diesem auf die Datenbank zugreifen. Vorteil: Mit einer Einzelplatz-Installation ist die Anwendung einfach und schnell installiert.
     
Client-Server wählen Sie in folgenden Fällen:
  • Es soll zwar nur von einem Arbeitsplatz auf die Datenbank zugegriffen werden, aber die Datenbank soll zentral auf einem Serverrechner liegen.
    BEISPIEL: Sie benötigen nur einen Arbeitsplatz, haben jedoch mehrere Rechner, die in einem Netzwerk verbunden sind. Einer dieser Rechner ist als Server für alle Daten vorgesehen, da dort regelmäßig Sicherungen laufen. Deshalb soll auch die Datenbank für die Anwendung auf dem Server liegen und der Zugriff über das Netz erfolgen.
  • Es soll von verschiedenen Rechnern über das Netz auf die Datenbank zugegriffen werden.
    BEISPIEL: Sie wollen mit der Anwendung im Büro und zu Hause arbeiten und der Bürorechner sowie der Rechner zu Hause sind durch ein Netzwerk verbunden. So können Sie von beiden Rechnern auf die Daten zugreifen: entweder vom Büro
    oder von zu Hause.
  • Es soll zusätzlich ein mobiler Rechner genutzt werden können, der zeitweise nicht im Netz ist (z.B. Notebook). Hier gilt das Gleiche wie für fest installierte Rechner: es kann nur ein Rechner zur Zeit mit der Anwendung arbeiten: entweder der Rechner im Büro oder der mobile Rechner. Hierzu siehe Abschnitt B. Mehrfachlizenz = Client-Serve" / Einsatz eines mobilen Rechners.
  • Sie setzen das Erweiterungsmodul Kasse zu Ihrem Programm zur Auftragsbearbeitung ein und wollen separate Rechner (Rechner ohne Auftragsbearbeitung) als Kassenarbeitsplätze nutzen.
 

B. Mehrfachlizenz = Client-Server
Im Fall einer Mehrfachlizenz muss die Anwendung für den Client-Server-Betrieb installiert werden, damit die erworbene Anzahl an Arbeitsplätzen gleichzeitig mit der Anwendung arbeiten kann.
BEISPIEL: Ihre Lizenz ist für insgesamt 5 Arbeitsplätze vorgesehen. Sie installieren die Anwendung für den Client-Server-Betrieb auf 7 Rechnern. Von den 7 Arbeitsplätzen können 5 Arbeitsplätze gleichzeitig über das Netz auf die Datenbank zugreifen und mit der Anwendung arbeiten.

Einsatz eines mobilen Rechners: Als Arbeitsplatz kann auch ein mobiler Rechner eingesetzt werden, der zeitweise nicht im Netz ist (z.B. Notebook). Hier gilt jedoch das Gleiche wie für fest installierte Rechner: Es kann nur die erworbene Anzahl an Arbeitsplätzen gleichzeitig mit der Anwendung arbeiten. Wenn Sie mit dem mobilen Rechner ohne Netzwerkverbindung arbeiten wollen, müssen Sie eine Reservierung festlegen. Damit nutzt dieser Arbeitsplatz die Lizenz genauso, als wäre er mit dem Netzwerk verbunden. D.h. ein Arbeitsplatz weniger kann mit der Anwendung arbeiten.
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22.08.2017/rf - Dok.-Nr.: 15499

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