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27.08.2012 - Das richtige Arbeitsentgelt in Bescheinigung für Entgeltersatzleistung (EEL) ermitteln

Programme zur Lohnabrechnung

In den Bescheinigungen der Entgeltersatzleistungen kann man die ermittelten Werte des Brutto- und Nettoarbeitsentgelts nicht korrigieren, da diese Werte durch die Abrechnungen ermittelt werden müssen. Das Lohnprogramm kann das richtige Arbeitsentgelt nur feststellen, wenn in den Lohnarten für die Grundvergütung im Feld Art der Vergütung der Eintrag 'Entlohnte Regelarbeit' gesetzt ist.



Wenn das Arbeitsentgelt nicht stimmen sollte, muss dieses Feld in den betroffenen Lohnarten korrigiert und die Bescheinigung neu erstellt werden. Um zu ermitteln, welche Lohnarten auf 'Entlohnte Regelarbeit' gesetzt werden müssen, sind folgende Kriterien zu beachten:
  • Zum Bruttoarbeitsentgelt gehören alle steuer- und damit beitragspflichtigen Bezüge für Arbeitsleistungen und Entgeltfortzahlung im gemeldeten Zeitraum. Erfasst werden auch beitragspflichtige Arbeitgeberaufwendungen für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers, vermögenswirksame Leistungen, Mehrarbeitsvergütungen und freiwillige Zahlungen. Die nach § 37b EStG pauschal versteuerten Sachzuwendungen gehören zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung.
  • Nicht zum zu meldenden Bruttoarbeitsentgelt gehört einmalig gezahltes Arbeitsentgelt, d.h. Bezüge, die nicht für die Arbeit in dem einzelnen Abrechnungszeitraum gezahlt worden sind (z.B. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Urlaubsabgeltungen) sowie steuer- und beitragsfreie Zuschläge sowie ggf. gezahltes Kindergeld.
  • Es ist das Bruttoarbeitsentgelt zu melden, das ohne Entgeltumwandlungen zum Aufbau einer privaten Altersversorgung erzielt worden wäre.
  • Sofern sich der Arbeitnehmer in einer flexiblen Arbeitszeitregelung befindet und Arbeitsentgelt für den Aufbau eines Wertguthabens nach § 7b SGB IV erzielt, ist das im Entgeltabrechnungszeitraum, um das Wertguthaben reduzierte, der Beitragspflicht unterliegende laufende Arbeitsentgelt zu melden.
  • Bei Arbeitsentgelten innerhalb der Gleitzone (400,01-800,00 €) ist das tatsächliche, nicht das beitragspflichtige, Bruttoarbeitsentgelt zu melden.