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Buchhaltung & Finanzen

E‑Rechnung Software für KMU: So wählen Sie die richtige Lösung aus

Lesezeit
11 Min.
E-Rechnung Software für KMU - worauf es bei der Auswahl ankommt

Was zählt in Deutschland als E-Rechnung?

Vorab eine wichtige Einordnung: Eine E‑Rechnung ist nicht einfach eine per E‑Mail verschickte Rechnung. Rechtlich gemeint ist vielmehr eine strukturierte elektronische Rechnung, die die Anforderungen der europäischen Norm EN 16931 erfüllt.

Im deutschen Unternehmensalltag spielen vor allem die Formate XRechnung und ZUGFeRD eine Rolle. XRechnung ist ein reines XML-Format, während ZUGFeRD zusätzlich eine lesbare PDF-Komponente enthält (ausgenommen ist das Profil „XRechnung“). Ein reines PDF gilt nicht als E-Rechnung im Sinne der gesetzlichen Definition.

E-Rechnung Viewer vs. integrierte E-Rechnung Software: Welche Lösung leistet was und ist für wen geeignet?

Wer E‑Rechnungen empfängt, braucht in der Praxis mehr als nur eine Anzeigefunktion. Maßgeblich ist der strukturierte Datenteil der Rechnung und nicht die bloße Sichtdarstellung. Deshalb reicht ein Viewer allein meist nicht aus. Erst durch die technische Verarbeitung und Validierung entsteht ein effizienter Rechnungsprozess.

Schauen wir uns zunächst die verschiedenen technischen Lösungen für den Rechnungseingang an. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Verarbeitungstiefe erheblich.

  1. Ein Viewer, also ein kleines Zusatzprogramm, visualisiert den in jeder E-Rechnung enthaltenen XML-Datensatz und macht ihn für das menschliche Auge lesbar. Inzwischen gibt es eine Reihe von teilweise kostenlosen Tools. Einige dieser Lösungen ermöglichen lediglich eine Sichtprüfung, während andere laut Anbieter auch über Funktionen zur Validierung der XML-Daten verfügen. In den meisten Fällen handelt es sich um separate Lösungen, die nur in sehr begrenztem Umfang einen effizienten Rechnungs-Workflow ermöglichen. 
  2. Ein Viewer mit Schnittstelle visualisiert die E-Rechnung nicht nur, sondern verarbeitet die enthaltenen strukturierten Daten technisch weiter und übergibt sie per Schnittstelle (z. B. REST-API) an die Buchhaltung bzw. das ERP. Je nach Anbieter umfasst dies neben der reinen Lesbarkeit auch Validierungsfunktionen (z. B. Prüfungen von Format/Pflichtfeldern) sowie die Konvertierung bzw. Aufbereitung der Daten für die Weiterverarbeitung. Damit lassen sich Medienbrüche reduzieren und einzelne Prozessschritte automatisieren. Der überwiegende Teil des Rechnungsworkflows (insbesondere Freigaben, Vertretungen, Eskalationen und die durchgängige Statusverfolgung) liegt jedoch häufig weiterhin außerhalb dieser Lösung, beispielsweise im DMS, in einem Workflow-Tool oder im ERP-System.
  3. Eine integrierte E-Rechnung Software für KMU verarbeitet E‑Rechnungen im Rahmen der bestehenden Buchhaltung bzw. des ERP-Systems, einschließlich Dokumentenmanagement (DMS). Dadurch laufen die Prozesse durchgängig digital: von Empfang bzw. Erstellung über Validierung und Freigabe bis hin zu Verbuchung, Versand und Archivierung. Das reduziert Medienbrüche und sorgt für einheitliche Regeln, klare Zuständigkeiten und eine nachvollziehbare Bearbeitung im Rechnungseingang und Rechnungsausgang. Zudem können sich die Nutzerinnen und Nutzer E-Rechnungen jederzeit lesbar anzeigen lassen.
Die folgende Tabelle stellt die wesentlichen Funktionen und den Nutzen der drei Varianten übersichtlich gegenüber.

Kriterium

Reiner Viewer

Viewer + Schnittstelle

Integrierte E‑Rechnungssoftware

Hauptzweck

E‑Rechnungen lesbar machen

Anzeigen + strukturierte Daten extrahieren bzw. übergeben

Durchgängige Verarbeitung für Eingang und Ausgang (Empfang/Erstellung → Prüfung → Workflow → Buchen/Versenden/Archiv)

Nutzen im Alltag

Begrenzt; gut für Sichtprüfung/Einzelfälle

„Brücke“ in bestehende Systeme

Hoch, da der durchgängige Prozess die Effizienz steigert

Datenübernahme

Manuell

Teilautomatisiert (Import/Mapping/API)

Automatisiert/teilautomatisiert; mit einheitlichen Regeln und Stammdatenbezug

Validierung

Teilweise möglich

Oft vorhanden; Tiefe variiert

Systematische Prüfung als Prozessschritt (je nach Systemumfang im Eingang und im Ausgang)

Workflow (Eingang)

Kaum, da „Insellösung“

Begrenzt; Prüf- und Freigabeprozess liegt häufig außerhalb des Viewers (z. B. im DMS, Workflow-Tool oder ERP)

Integriert (Prüfung, Freigaben, Vertretungen, Eskalationen)

Workflow (Ausgang)

Nicht vorhanden

Teilweise (Erzeugung/Prüfung über API möglich)

Integriert (Erzeugung, Prüfung, Versand, Archivierung)

Versand-/Empfangskanäle

Meist manuell

Teilweise (Gateway/Portal-Anbindung)

Versand z. B. per E‑Mail und/oder über Portale/Netzwerke (z. B. Peppol); im B2G-Umfeld sind definierte Übertragungskanäle üblich

ERP-/FiBu-Anbindung

i. d. R. nicht vorhanden

Möglich, aber Integrationsaufwand

Voll integriert, deutlich weniger Medienbrüche

Fehleranfälligkeit

Hoch

Mittel

Geringer durch konsistente Verarbeitung

Transparenz / Nachvollziehbarkeit

Gering

Mittel

Hoch: Status, Historie, Audit Trail zentral abrufbar

Skalierbarkeit

Klein

Klein bis mittel

Mittel bis hoch, gut bei wachsendem Volumen

Wirtschaftlicher Effekt

Niedrig

Mittel

Höher durch Standardisierung und End‑to‑end‑Automatisierung

Integrierte E-Rechnung Software: Warum sie mehr ist als „nice to have“

Eine in die Buchhaltung oder das ERP-System integrierte E-Rechnung Software für KMU behandelt E-Rechnungen nicht als bloße „Dateien zum Anschauen“, sondern als strukturierte Daten, die sich ohne Medienbrüche weiterverarbeiten lassen.

Genau darin liegt der eigentliche Nutzen des Standards: Rechnungsinhalte stehen in einem strukturierten Format zur Verfügung und können automatisiert verarbeitet werden, anstatt in jedem Unternehmen erneut manuell erfasst zu werden.

Im Idealfall bildet eine integrierte Lösung den gesamten Prozess end-to-end ab: vom Rechnungseingang über die Validierung und interne Prüf- und Freigabeworkflows bis hin zur Verbuchung einschließlich der nachvollziehbaren Dokumentation, wer wann welchen Schritt durchgeführt hat. Das reduziert Fehler, beschleunigt Abläufe und schafft mehr Transparenz im Rechnungsprozess.

Damit wirkt sich eine integrierte E-Rechnungslösung unmittelbar auf zentrale Kennzahlen aus: Kosten pro Rechnung, Bearbeitungszeit, Termintreue bei Zahlungen und die Nutzung von Skonti.

Integrierte Lösung für den Rechnungseingang

E-Rechnung

Auswahlkriterien: Darauf sollten KMU bei E-Rechnungssoftware achten

Welche Lösung zu einem Unternehmen passt, entscheidet sich nicht nach der Länge der Feature-Liste, sondern danach, wie gut sie die Prozesse im Alltag unterstützt. Die folgenden Kriterien helfen Ihnen dabei, E-Rechnung Software für KMU praxisnah zu bewerten.

Formate und Compliance: XRechnung, ZUGFeRD und EN 16931

Starten Sie bei den Grundlagen: Eine Lösung kann noch so komfortabel sein – wenn sie die relevanten Formate nicht sauber verarbeitet, wird es im Alltag schnell mühsam und im Zweifel riskant.

Fragen für die Praxis:

  • Unterstützt die Software XRechnung und ZUGFeRD zuverlässig – auch bei den unterschiedlichen Ausprägungen/Profilen, die im Markt vorkommen?
  • Wird die E‑Rechnung EN‑16931‑konform verarbeitet und validiert – oder nur „irgendwie“ importiert, ohne Prüfungen auf Pflichtfelder und Regeln?
  • Wie schnell liefert der Anbieter Updates, wenn sich Spezifikationen, Profile oder Validierungsregeln ändern (und wie werden diese Updates kommuniziert und getestet)?

Warum das wichtig ist:

Wenn Formate zwar angenommen werden, Validierungen jedoch fehlen oder unvollständig sind, entstehen leicht „stille Fehler“. Diese werden oft erst sichtbar, wenn Rückfragen eskalieren, Zahlungen stocken oder bei Prüfungen nachgearbeitet werden muss.

Verarbeitung statt Ansicht: Automatisierungsgrad im Rechnungseingang

Ein Viewer unterstützt vor allem beim Lesen von E‑Rechnungen. Eine integrierte Lösung hilft darüber hinaus bei der Verarbeitung. Entscheidend ist daher, wie weit der Rechnungseingang automatisiert ist – und wie häufig die Buchhaltung manuell eingreifen muss.

Wichtige Fragen sind:

  • Werden relevante Datenfelder zuverlässig übernommen (z. B. Kreditor, IBAN, USt‑IdNr., Positionen, Zahlungsbedingungen)?
  • Gibt es regelbasierte und/oder lernende Kontierungsvorschläge (Sachkonto, Kostenstelle, Steuerschlüssel)?
  • Erkennt das System doppelt erfasste bzw. doppelt eingegangene Rechnungen, um Fehlzahlungen zu vermeiden (Dublettenprüfung)?
  • Werden Skontofristen und Fälligkeiten aktiv gesteuert, damit Fristen eingehalten werden?

Integration in Buchhaltung/ERP

Der eigentliche Mehrwert elektronischer Rechnungsprozesse entsteht erst, wenn sich die E-Rechnungslösung nahtlos in die Buchhaltung und/oder das ERP-System integriert. Nur so gelangen die Daten ohne Umwege dorthin, wo sie weiterverarbeitet werden.

Klären Sie vorab:

  • Gibt es eine Standardintegration in die Buchhaltungssoftware bzw. das ERP-System – oder ist es eine Individualanbindung?
  • Wie laufen Stammdatenabgleich und Belegübergabe konkret ab (Frequenz, Verantwortlichkeiten, Protokollierung, Fehlerhandling)?
  • Werden Anhänge, Prüfvermerke und Buchungsinformationen mit übergeben – oder gehen Informationen auf dem Weg verloren?
  • Wie geht die Lösung mit Sonderfällen um (Gutschriften, Teilrechnungen, Abschläge, Stornos)?

Faustregel: Je weniger Export/Import, Copy‑&‑Paste und manuelle Workarounds notwendig sind, desto robuster wird der Prozess – und desto besser skaliert er mit Ihrem Wachstum.

Workflows und Rollen: Wer prüft was – und wer sieht was?

Sobald mehr als eine Person in einen Prozess involviert ist, kann dieser schnell zum Engpass werden. Gute Lösungen schaffen Struktur bei Freigaben und verhindern, dass Rechnungen „zwischen Zuständigkeiten“ liegen bleiben.

Wichtige Punkte:

  • Werden Freigaben flexibel abgebildet, zum Beispiel anhand von Betragsgrenzen, Kostenstellen, Projekten oder Gesellschaften?
  • Lassen sich Vertretungen für Urlaub und Krankheit so hinterlegen, dass Rechnungen nicht liegen bleiben und die Buchhaltung nicht nachfassen muss?
  • Können Fachabteilungen Kommentare ergänzen und Rückfragen direkt am Beleg klären?
  • Ist die Nachvollziehbarkeit lückenlos, sodass jederzeit ersichtlich ist, wer wann welchen Schritt durchgeführt hat (Audit Trail)?

Benutzerfreundlichkeit: Akzeptanz schlägt Feature-Liste

Die beste Funktion bringt wenig, wenn sie im Alltag nicht genutzt wird. Prüfen Sie die Lösung deshalb konsequent aus der Perspektive der Anwenderinnen und Anwender – in der Buchhaltung ebenso wie in den Fachabteilungen. Eine intuitive Oberfläche ist in einer E-Rechnung Software für KMU oft ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz.

Konkrete Fragen:

  • Wie schnell finden Nutzerinnen und Nutzer Belege und Informationen (Suche, Filter, Status)?
  • Wie gut ist die Prüfung am Bildschirm (lesbare Darstellung, Positionsdetails, Anhänge)?
  • Wie viele Schritte sind es in der Praxis bis zur Buchung – und welche davon sind wirklich notwendig?
  • Ist die mobile Rechnungsfreigabe für reale Anwendungsfälle sinnvoll umgesetzt?

Betrieb und Sicherheit: GoBD‑konforme Archivierung 

Eine zentrale Voraussetzung für rechtssichere Rechnungsprozesse ist die GoBD-konforme Aufbewahrung von E-Rechnungen, insbesondere mit Blick auf Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit/Protokollierung und maschinelle Auswertbarkeit. Eine gute E-Rechnung Software für KMU unterstützt Unternehmen hierbei.

Achten Sie auf folgende Punkte: 

  • Werden E‑Rechnungen unveränderbar aufbewahrt – und sind nachträgliche Änderungen nur so möglich, dass sie vollständig nachvollziehbar bleiben (Festschreibung, Sperren, Protokollierung von Änderungen)?
  • Welche Aktionen werden lückenlos protokolliert (Import, Sichtprüfung, Freigabe, Kontierung, Korrekturen, Export, Lösch-/Stornovorgänge)? Und wie nutzbar ist der Audit Trail in der Praxis (Suche, Filter, Export)?
  • Ist das Rollen- und Rechtekonzept so umgesetzt, dass Belege nicht unbemerkt gelöscht, überschrieben oder ausgetauscht werden können (z. B. Trennung Einkauf/Buchhaltung, Freigaberechte, Administratorrechte; Vier‑Augen‑Prinzip für kritische Aktionen)?
  • Wo liegt die führende Version der E‑Rechnung – und wird das Originalformat vollständig aufbewahrt (z. B. XML bei XRechnung bzw. der strukturierte Teil bei ZUGFeRD) und nicht nur eine erzeugte Ansicht/PDF?
  • Bleiben die archivierten Daten maschinell auswertbar und ist im Prüfungsfall ein Datenzugriff möglich, ohne dass die Auswertbarkeit eingeschränkt wird?
  • Wie wird bei einem Systemwechsel, einer Migration oder einer Auslagerung aus dem Produktivsystem sichergestellt, dass die Aufbewahrung, die Nachvollziehbarkeit und der Datenzugriff weiterhin GoBD-konform gewährleistet sind?
  • Gibt es eine unterstützte Verfahrensdokumentation – oder liefert der Anbieter zumindest Bausteine, Nachweise und Exportprotokolle, die Ihr internes Kontrollsystem stärken und die Prüfbarkeit (z. B. bei Außenprüfungen) erleichtern? 

Fazit: E Rechnung ist Pflicht – effizient wird es erst mit dem richtigen Prozess

Für KMU in Deutschland ist die E‑Rechnung weit mehr als ein bloßer Formatwechsel. Ein Viewer macht strukturierte Rechnungsdaten zwar lesbar, führt im Arbeitsalltag aber selten zu einer spürbaren Entlastung. Der eigentliche Mehrwert entsteht erst dort, wo E‑Rechnungen nicht nur angezeigt, sondern durchgängig verarbeitet werden – vom Empfang oder der Erstellung über Validierung, Freigabe und Verbuchung bis hin zu Versand und Archivierung.

Gerade für Unternehmen mit regelmäßigem Rechnungsvolumen lohnt sich daher der Blick auf eine integrierte E‑Rechnungssoftware. Sie bildet die Grundlage für weniger manuelle Arbeit, mehr Transparenz und stabilere Prozesse – im Rechnungseingang wie im Rechnungsausgang. So wird aus einer gesetzlichen Pflicht ein konkreter Hebel für mehr Effizienz im Tagesgeschäft.

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FAQ: E‑Rechnung Software für KMU

Was zählt in Deutschland als E‑Rechnung?

Eine E‑Rechnung ist keine per E‑Mail versendete PDF, sondern eine strukturierte elektronische Rechnung nach EN 16931. In der Praxis sind vor allem XRechnung und ZUGFeRD relevant; ein reines PDF gilt nicht als E‑Rechnung im gesetzlichen Sinn. 

Was ist der Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD?

XRechnung ist ein reines XML-Format. ZUGFeRD enthält zusätzlich eine lesbare PDF‑Komponente (je nach Profil; das Profil „XRechnung“ ist davon ausgenommen). 

Reicht ein E‑Rechnung Viewer aus?

Meist nicht. Ein Viewer macht den XML‑Datensatz nur lesbar; für einen belastbaren Prozess sind technische Verarbeitung und Validierung entscheidend. 

Welche Lösungsarten gibt es für den Rechnungseingang?

Der Blogartikel unterscheidet drei Varianten:

  • Reiner Viewer (Anzeige/Lesbarkeit, für einfache Sichtprüfung)
  • Viewer mit Schnittstelle (Anzeige + Datenextraktion/Übergabe an ERP und/oder FiBu, teils Validierung)
  • Integrierte E‑Rechnung Software für KMU (durchgängiger Prozess in Buchhaltung/ERP inkl. DMS und Workflows) 

Was leistet eine integrierte E‑Rechnung Software zusätzlich?

Sie behandelt E‑Rechnungen als strukturierte Daten und bildet idealerweise den Prozess End‑to‑end ab: Empfang/Erstellung → Validierung → Prüfung & Freigabe → Verbuchung/Versand → Archivierung inkl. Nachvollziehbarkeit (wer hat wann was gemacht?). 

Warum ist Validierung (EN 16931) so wichtig?

Wenn Formate zwar „angenommen“ werden, aber Validierungen fehlen oder unvollständig sind, entstehen leicht stille Fehler. Diese fallen oft erst später auf (Rückfragen, stockende Zahlungen, Nacharbeit bei Prüfungen). 

Welche Fragen sollten KMU bei der Lösungsauswahl zur Format-Unterstützung stellen?

Wichtige Prüffragen sind unter anderem:

  • Unterstützt die Lösung XRechnung und ZUGFeRD zuverlässig (einschließlich verschiedener Profile)?
  • Wird EN‑16931‑konform verarbeitet und validiert (Pflichtfelder/Regeln)?
  • Wie schnell liefert der Anbieter Updates, wenn Spezifikationen/Regeln sich ändern? 

Welche Automatisierungsfunktionen sind im Rechnungseingang besonders relevant?

Der Artikel nennt:

  • zuverlässige Feldübernahme (z. B. Kreditor, IBAN, USt‑IdNr., Positionen, Zahlungsbedingungen)
  • regelbasierte/lernende Kontierungsvorschläge
  • Dublettenprüfung
  • Steuerung von Skontofristen und Fälligkeiten

Worauf kommt es bei der ERP-/FiBu-Integration an?

Entscheidend ist, wie „nahtlos“ die Lösung arbeitet:

  • Standardintegration vs. Individualanbindung
  • Wie funktionieren Stammdatenabgleich und Belegübergabe (inkl. Protokollierung/Fehlerhandling)?
  • Werden Anhänge, Prüfvermerke, Buchungsinfos mit übergeben?
  • Wie werden Sonderfälle (Gutschriften, Teilrechnungen, Abschläge, Stornos) behandelt? 

Welche Faustregel hilft bei der Tool-Auswahl?

Je weniger Export/Import, Copy‑&‑Paste und manuelle Workarounds nötig sind, desto robuster ist der Prozess – und desto besser skaliert er mit dem Unternehmenswachstum. 

Welche Workflow-Funktionen sind im Alltag entscheidend?

Sobald mehrere Personen beteiligt sind, braucht es klare Regeln:

  • flexible Freigaben (z. B. nach Betragsgrenzen/Kostenstellen/Projekten)
  • Vertretungsregelungen (Urlaub/Krankheit)
  • Kommentare/Rückfragen direkt am Beleg
  • lückenloser Audit Trail (wer/wann/welcher Schritt?) 

Warum ist Benutzerfreundlichkeit ein Auswahlkriterium?

Weil Akzeptanz im Alltag oft wichtiger ist als eine lange Feature‑Liste. Prüfen Sie in einer E-Rechnung Software für KMU zum Beispiel Such-  und Filterfunktionen, Statusübersichten und wie gut sich Belege am Bildschirm prüfen lassen. 

Was bedeutet GoBD-konforme Archivierung bei E‑Rechnungen?

Wesentlich sind Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit/Protokollierung und maschinelle Auswertbarkeit. Wichtig ist auch, dass das Originalformat (z. B. XML bei XRechnung bzw. der strukturierte Teil bei ZUGFeRD) aufbewahrt wird – nicht nur eine erzeugte Ansicht/PDF. 

Welche Rolle spielen Rollen- und Rechtekonzepte?

Sie verhindern, dass Belege unbemerkt gelöscht, überschrieben oder ausgetauscht werden können (z. B. durch saubere Rechtevergabe, Trennung von Funktionen, ggf. Vier‑Augen‑Prinzip für kritische Aktionen). 

Bildquelle: Cecilie_Arcurs - iStock.com

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